Gedanken zu Meditation

Meditation ist ein Zustand -  

der Bewusstseins-Zustand der Seele, in dem es keine Dualität gibt, in dem alles mit allem verbunden ist.

 

In einem Zustand können wir “sein”,

wir können ihn jedoch nicht “machen”.

 

Wir können aber beobachten, können Zeuge werden, wenn es geschieht - dafür machen wir Übungen, die uns sukzessive immer ein Stück mehr in diesen Zustand führen.

 

Wir üben beim Meditieren zu fühlen, ganz fein zu fühlen, was sich in uns zeigt – der Rhythmus unseres Atems, das Kommen und Gehen unserer Gedanken, körperliche Spannungen, die sich verändernden Gefühle.....

 

Dieses Üben geschieht nicht mit Druck und Kontrolle.

Es ist vielmehr ein Spielen - ein neugieriges und behutsames Entdecken.

 

Sehr liebevoll, mit sehr viel Geduld und voll bewusst nehmen wir als reiner Beobachter die fließende Wirklichkeit unseres Seins, unseres Jetzt einfach nur wahr.

 

Bewertungen, Argumentationen mit unserem Verstand, muskuläre Unruhe, Schmerz, Traurigkeit, Sorgen - all das nehmen wir ggf. wahr, aber wir identifizieren uns nicht damit, lassen uns nicht in die Geschichten verwickeln, die entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft spielen - wir verlassen unsere Beobachterposition nicht.

 

Wir lassen alles einfach so sein, wie es gerade ist – spüren jeden Moment mit seiner ganzen

Intensität – und lassen ihn wieder los, um den neuen Moment zu spüren.

Und dabei wird unser Fühlen immer feiner.

 

Unser Wahrnehmen ist nicht zweckgebunden, geschieht ohne Absicht – und doch schaffen wir mit genau einer solchen absichtslosen Wahrnehmung die Voraussetzung für jegliche Form der Veränderung.

Wir lösen dadurch auch einen körperlichen Reinigungsprozess, einen Transformationsprozess aus - Schmerz auf den unterschiedlichen Ebenen wird wahrgenommen und wieder losgelassen - und somit transformiert.

 

Eine solche Transformation ist nicht das Ziel - sie geschieht in irgendeiner Form als Ausdruck der Bewegung, die wir durch eine solche absichtslose Wahrnehmung zulassen.

Sie unterliegt jedoch nicht unserem persönlichen Willen.

 

Der Frieden, den wir auf diese Weise in uns fühlen können – der ist es, der uns zieht - und der uns trägt.